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Von den Melkern und Kuhhirten bis zum heutigen Bergbauerngasthof

Fermes Auberges du Haut Rhin - l'association

Bekanntlich führten zahlreiche Bauern schon seit dem 9. Jahrhundert ihr Vieh aus den Tallagen auf die Almen und Hochweiden des Vogesenmassivs. Dort waren für Mensch und Tier einfache Sommerbauernhöfe und Unterstellmöglichkeiten bereitgestellt und eingerichtet. Die Rinder fanden auf den abwechslungs- und artenreichen Bergwiesen herrliche Weidemöglichkeiten. Dieses Beweidungssystem erlaubte es, die Wiesen im Tal für das benötigte Winterfutter zu mähen und es ist dadurch zur Grundlage der Landwirtschaft in den Vogesen geworden.

Viele der Hirten und Melker waren im Winter in den Fabriken im Tal beschäftigt. Mit zunehmender Industrialisierung wurde die Fabrikarbeit aber oft zur Haupteinnahmequelle, was eine Abwanderung aus dem ländlichen Raum an die Fabrikstandorte mit sich brachte. Während der beiden Weltkriege wurden zudem zahlreiche Gebäude und Ställe auf den Vogesenhöhen zerstört.

Nach und nach wurde an die alte landwirtschaftliche Tradition wieder angeknüpft und die zusätzliche touristische Aktivität der Bergbauern wurde auch rechtlich in deren landwirtschaftliche Aktivität eingebunden. Mit zunehmendem Individualverkehr und dem damit einhergehenden Ausbau der Straßen vergrößerte sich ab 1950 die Zahl der Wanderer, Ausflügler und damit der Gäste.

Aktuell mit der Bewegung ‘zurück zur Natur’ und zu einem authentischen ‘grünen’ Tourismus, haben sich die Bergbauernhöfe immer weiter entwickelt, sich zum Teil vergrößert und wurden modernisiert.

Die Hirten der Herden wurden im elsässischen Dialekt, nach ihrer Tätigkeit auch als ‘Melker’ bezeichnet – die ‘Melkerei’ wurde dann zu jenem Ort, an dem auch der Käse hergestellt wurde.

Mit der Gründung des Vogesen Wanderclubs 1872 und der Einrichtung erster beschilderter Wanderwege, wie zwischen Munster und dem Col de la Schlucht, kamen auch die ersten Wanderer und damit die ersten Kunden und Gäste der Bergbauern auf die Vogesenhöhen. Die Käsereien waren bisher meist nur auf engen Maultierpfaden zu erreichen. Hatte jemand den oft steilen Aufstieg geschaftt, wurde es zur Gewohnheit, dass die ‘Melker’ den Wanderern Getränke anboten, aber auch ihren Käse und Speck. Nach und nach hat sich um die Bergbauernhöfe eine gewisse ‘Empfangskultur’ herausgebildet.

Am Anfang der einsetzenden Bewirtung von Gästen auf den abgelegenen Bergbauernhöfen, bot diese den Landwirten eine willkommene Abwechslung im gewohnten Tagesablauf. Im Laufe der Jahre ist die agrortouristische Tätigkeit aber zu einer bedeutenden Zusatzeinnahme und auch zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Stadt und Land geworden. Den Städtern und Touristen bietet sich die Chance, sich auf den Vogesenhöhen an der intakten Natur zu erfreuen und dem Bergbauern die Möglichkeit seine landwirtschaftliche Tätigkeit in dieser schwierig zu unterhaltenden Höhenlage weiter auszuüben.

Wenn Sie einen Tisch oder eine Unterkunft buchen möchten, rufen Sie bitte direkt bei dem Bergbauerngasthof Ihrer Wahl an.
Reservierungen sind vor allem für Wochenenden und Feiertage mehr als ratsam.
Wenn Sie weitere Infos über unsere Bergbauerngasthöfe benötigen, stehen wir gerne zur Verfügung : info@fermeaubergealsace.com

#fermesaubergesduhautrhin #massifdesvosges

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